Trend Digitale Dashboards:
So behalten Sie den Überblick in Echtzeit über Ihre Fertigungskette


Digitalisierung bedeutet Daten. Je digitaler ein Unternehmen wird, desto mehr Daten generiert es. Und je vernetzter das Unternehmen ist, an umso mehr Stellen stehen diese Daten bereit. Damit wird es sehr schnell unübersichtlich. Daten müssen nicht nur zur Verfügung stehen, sondern auch so aufbereitet sein, dass der jeweilige Betrachter optimalen Nutzen daraus ziehen kann.

Digitale Dashboards: Daten sichtbar machen

Digitale Dashboards zeigen relevante Daten so an, dass der Betrachter sie schnell und einfach erfassen kann – ganz ähnlich wie beim Armaturenbrett im Auto, was hinter dem englischen Wort „Dashboard“ auch steckt. Oftmals sind diese Daten für das Marketing relevant, um zu bestimmen, wie erfolgreich bestimme Maßnahmen waren. Grundlage des Digitalen Dashboards sind Sensoren, die Daten erzeugen und weitergeben sowie weitere Daten aus dem Unternehmen, beispielsweise aus der Auftragsverwaltung. NC-gesteuerte Bearbeitungszentren sind in der Regel schon mit solchen Sensoren ausgestattet und ermöglichen es – gegebenenfalls nach einem Update bzw. der Erweiterung der Steuerungssoftware – Daten auszulesen. Andere Maschinen lassen sich recht einfach mit Plug&Play Retrofit-Bausteinen erweitern, wie sie oee.ai oder 3D Signals anbieten.

Die richtigen Daten zusammenziehen

Doch mit dem Sammeln von Daten ist es nicht getan – wenn diese in einem „Datengrab“ verschwinden, ist noch nichts gewonnen. Wichtig beim Aufbau digitalisierter Strukturen ist es, nicht einfach die Möglichkeiten der Technik zu nutzen, sondern Ziele zu definieren. Wer soll also die erhobenen Daten sehen und zu welchem Zweck? Erstere Fragestellung ist eine Sache der Sicherheit, letzteres eine Frage der Aufbereitung.
Der Maschinenbediener, der Servicetechniker und der Produktionsleiter sind alle drei an den Daten der Maschine interessiert – aber jeder von ihnen benötigt eine andere Sicht auf die Daten:

Der Maschinenbediener benötigt vor allem Auftragsdaten, um zu sehen, wie weit ein Auftrag abgearbeitet ist und welche nächsten Aufträge warten, sowie Echtzeitdaten aus der Maschine: Drehzahlen, Temperaturen und andere Zustandsdaten.

Der Servicetechniker ist dagegen an den „Gesundheitsdaten“ der Maschine und deren Verlauf interessiert: Temperaturen, Vibrationen und ähnliche Sensordaten über bestimmte Zeiträume hinweg. So kann er sehen, wenn ein Wert den Normbereich verlässt und entsprechende Wartungsmaßnahmen planen und veranlassen.

Der Produktionsleiter hingegen wird vor allem Übersichtsdaten benötigen – Auftragslage, Effizienz der Fertigung, Anzahl der abgearbeiteten Bauteile und Aufträge und so weiter.

Das Beispiel zeigt, wie aus einem einzigen Datenpool und den darin enthaltenen Informationen unterschiedliche Sichtweisen abgeleitet und visualisiert werden müssen. Das ist die Aufgabe und der Einsatzzweck von Dashboards.

Dashboards erstellen ohne Vorkenntnisse möglich

Das bedeutet: Um wirklich effizient mit den digitalen Daten umgehen zu können, sind unterschiedliche Dashboards notwendig, die zudem an individuelle Vorlieben und Anforderungen angepasst werden müssen. Um diese nicht in jedem Fall von einem Dienstleister programmieren lassen zu müssen, bringen IoT-Lösungen meist eine Low-Code/No-Code-Umgebung mit.
Mit deren Hilfe lassen sich beispielsweise Apps erstellen, in denen bestimmte Werte dargestellt werden. Dazu sind keine oder nur wenig Programmierkenntnisse notwendig, da nicht „richtig“ programmiert wird. Die Umgebungen stellen einen Baukasten zur Verfügung, in dem beispielsweise bestimmte Anzeigen und Visualisierungen verfügbar sind. Diese ordnet der Ersteller auf dem Bildschirm nach Bedarf an und verknüpft sie dann mit den gewünschten Daten – fertig ist das individuelle Dashboard.

Daten richtig kombinieren für neue Erkenntnisse

Daten stehen meist nicht für sich allein, sondern bekommen ihre Bedeutung in der Kombination mit anderen Daten. Dass eine Maschine im Sommer wärmer wird, hat ganz oft nicht mit einem höheren Takt zu tun, sondern mit der allgemein höheren Hallentemperatur. Die Auswertung dieser Temperaturen macht also nur in der Kombination wirklich Sinn.
Ebenso ist der Verlauf über die Zeit eine wichtige Information. Eine Lagertemperatur von 80 Grad ist an sich kein Alarmzeichen – wenn dieses Lager allerdings über Monate hinweg wesentlich kühler lief und jetzt kontinuierlich wärmer wird, deutet dies auf einen beginnenden Lagerschaden hin.
Ebenso können Abläufe neue Erkenntnisse bieten: Wenn ein Auftrag immer zwischen denselben zwei Maschinen ins Stocken gerät, ist es sicher sinnvoll, die Transportsituation zu analysieren: Ist genügend Platz und Transportkapazität vorhanden, gibt es andere Gründe für die Verzögerung? Oder ist eine der Maschinen der Flaschenhals, der den Produktionsablauf bremst?

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Digitalisierung bringt Transparenz – in der richtigen Darstellung

Dashboards sind das Guckloch in die Unternehmensdaten, in Echtzeit zeigen sie, wie es dem Unternehmen geht – in all seinen Facetten und Bestandteilen. Dank individualisierter Darstellungen, die mit speziellen Baukästen passgenau auf den Bedarf eines Anwenders zugeschnitten werden, werden die Daten prägnant und gut erfassbar präsentiert.